Wintertransport 2021: Mission erfolgreich abgeschlossen

Seit Monaten bereitete sich der Verein „Hilfstransport Greiz-Brest e.V.“ auf den Winter-Hilfstransport nach Brest/Belarus vor, wohlwissend, dass das Vorhaben möglicherweise zum geplanten Zeitpunkt fehlschlagen kann. Umso glücklicher sind wir jetzt, nachdem die Tour erfolgreich abgeschlossen ist!

Alle Mühen der Frauen aus Greiz und Beiersdorf beim Aufbereiten und Verpacken von Kleider- und Spielzeugspenden, der vielen freiwilligen Helfer bei Möbeltransport- und Ladearbeiten, das Engagement der Hauptsponsoren, Patenfamilien und Geldgeber waren nicht vergebens. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

Im Vorfeld packten die Frauen für jedes kranke Kind ein schönes Weihnachtspäckchen aus den Gaben vom REWE-Markt Schott, der Bäckerei Schulze, von Juliane Sommerfeld, der Fa. Goldmännchentee St. Gangloff und vielen anderen Spendern. Gemeinsam mit diesen Päckchen gingen auch 73 von der DAK-Servicestelle Greiz organisierte bunte Weihnachtspakete mit auf den Weg. Herzlichen Dank an Herrn Wagner von der DAK!

Die Männerriege des Vereins und freiwillige Helfer beluden den LKW-Container und fünf große PKW-Anhänger samt Zugmaschinen mit Möbeln, Fahrrädern, technischen Geräten, Konfektion und Hygieneartikeln und ganz vielen Paketen.

Start war am 6. Januar gegen 10 Uhr. Bereits am Nachmittag des nächsten Tages hatte der Konvoi alle Grenzkontrollen hinter sich und konnte als letzte Kontrollstation das Stadtzollgelände in Brest verlassen. Am Abend des 7. Januar standen alle Fahrzeuge sicher im Lager unseres Brester Partnervereins „Kinder in Not“ bzw. des Vereins für „Besondere Kindheit“, der sich um behinderte junge Menschen kümmert.

Der Abend war geprägt vom intensiven Erlebnisaustausch in den Gastfamilien. Eigens dafür wurde die WhatsApp-Gruppe „Brestfahrer Januar 2021“ gegründet.

Der Freitag begann mit Entladearbeiten und der Übergabe von Briefen und kleinen Geschenken. Abends fand ein kleines Treffen mit den leitenden Personen der Partnervereine statt, um zu besprechen und zu koordinieren, wie die Hilfe aus Deutschland weitergeführt werden kann.

Natürlich interessierte uns auch sehr, wie sich die aktuelle Situation in den betroffenen Familien darstellt. Diese hat sich – wenig überraschend – durch die Corona- Pandemie verschlechtert. Von offizieller Seite gibt es keine Informationen außer der Aufforderung, Mund/Nasen-Schutz zu tragen und Massenansammlungen zu meiden. Auch die politische Lage wurde diskutiert. Die jungen Menschen wollen eine freie politische Ordnung und dazu schnelle Veränderungen. Ältere Menschen mahnen eher zu Geduld. Einig sind sich Jung und Alt, dass es keinen Bruch mit Russland geben sollte, denn weißrussische und russische Menschen fühlen sich eng verbunden. So friedlich wie das weißrussische Volk ist, sollen die Demonstrationen weitergehen.

Am 9. Januar startete der Konvoi bereits wieder in Richtung Heimat, denn aus Pandemiegründen wurde auf Familienbesuche und Kindertreffen verzichtet. Man bat uns, im Sommer wieder zu kommen und gab uns die herzlichsten Dankesgrüße in die Region Greiz-Beiersdorf-Schwarzenberg und ganz Deutschland mit! Nun beginnt bereits die Vorbereitung der Hilfstour mit zwei Lastzügen, die im Juni 2021 geplant ist. Am Januar-Hilfstransport nahmen teil: Steffen Otto, Friedemann und Mathies Schatz, Kai Dittmann, Rene Wehlage, Thomas Scheffel, Klaus Penzold, Ulrich Jetschke, Dirk Barthold und Jürgen Oettler.

Hier wenige Eindrücke von den Begegnungen des Hilfsteams. Die Corona-Einschränkungen ließen auch nur wenige Fotos zu.

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