Reisebericht Greiz-Brest Januar 2025

Besuch bei 3 neuerkranken Kindern im ca 100 km entfernten Berjosa. Seit Jahrzehnten leitet diese Gruppe die Redakteurin Rosa Karpesh. Ihr Mann wurde nur 40 Jahre, da er bei der Reaktorkatastrophe an vorderster Front eingesetzt wurde.

Unser diesjähriger Hilfstransport, mit 5 Fahrzeugen und Anhängern startete am Neujahrsmorgen fast pünktlich um 10.30 Uhr in Greiz. Ruhiger Verkehr und trockenes Wetter ließ uns um 21.30 Uhr an unserem Zwischenstopp „Hotel Pajero“, kurz vor der Grenze ankommen. Am 2. Januar, gut ausgeschlafen wurden wir von unserer weißrussischen Vereinsfreundin Mascha 10.00 Uhr am Hotel abgeholt und der immer wieder aufregende Grenzübertritt begann. An der polnischen als auch der weißrussischen Grenze war so gut wie kein Verkehr. Schwierigkeiten, wie schon an der weißrussischen Grenze erlebt, blieben völlig aus. Man konnte sogar von einer gewissen Freundlichkeit uns gegenüber reden. Am 3. Januar wurden die Fahrzeuge mit den Hilfsgütern vom Stadtzoll ins Vereinslager gefahren und die Ladungen wurden unter Aufsicht zweier Zollbeamter ausgeladen. Dabei mussten alle Güter nochmals einzeln gewogen werden. Danach wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und in die einzelnen Quartiere gefahren. Der Vormittag des 4. Januar nutzen wir für gemeinsame Unternehmungen mit unseren Gastfamilien. Um 15 Uhr treffen wir uns zum sogenannten „Komiteetreffen“ bei dem gegenseitige Grußworte und Neuigkeiten über den Verein ausgetauscht wurden. Am 5. Januar besuchte ein Teil von uns Familien im ca. 100 km entfernten Bjerosa. Dort trafen wir erkrankte Kinder aus der Vereinsgruppe Bjerosa. Von der Vereinsleiterin Rosa (aus Bjerosa) erfuhren wir, dass wieder mehr Kinder erkranken als in den vergangenen Jahren. Ich selbst fuhr an diesem Tag noch ca. 200 km weiter Richtung Minsk, um meine Gastfamilie zu besuchen. Andere Vereinsmitglieder wurden von ihrer Gastfamilie zu einem Ausflug Grondo ca. 240 km nördlich von Brest eingeladen. Einen Tag vor Abfahrt trafen wir uns in der Baptistischen Kirche in Brest um angereisten Eltern mit ihren erkrankenden Kindern persönlich kennen zu lernen und ihnen Weihnachtspakete zu überreichen. Bei Kaffe und Kuchen stellten sich Eltern mit ihnen Kinder vor, die erst vor kurzen dem Verein beigetreten sind. Leider gibt es nur einen Grund dem Verein beizutreten. Man ist Betroffener, man ist Vater und Mutter an Krebs erkrankter Kinder. Es war für mich und bestimmt für jeden von und ein äußerst emotionaler Moment als die Eltern im einzelnen die Erkrankungen ihrer Kinder schilderten, die unzähligen Fahrten ins über 300 km entfernte Minsk zur Krebsoperation, Chemotherapie und Nachsorge. Aber es sind die hoffnungsvollen und dankbaren Augen, in die wir schauen konnten und die uns weiter antreiben unserer Vereinsarbeit unsere Hilftransporte weiterzuführen. 
Am 7. Januar begann um 9.30 Uhr die Rückreise ohne größere Grenzprobleme und einer überraschenden schnellen und freundlichen Abfertigung an der weißrussischen Grenze. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern, die dafür gesorgt haben das dieser Transport stattfinden konnte.

Kai Dittmann, 7. Januar 2025

Ilarion ein 11 jähriger Junge leidet an einem Gehirntumor, wurde schon operiert, aber es ist noch eine weitere Operation nötig. Seine Mutter erzählte Ihre Geschichte. Im Hintergrund unsere Vorsitzende “ Kinder in Not“ Natascha Dudko
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